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Mechanischer Zhler = Stromfresser?
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26.08.2009 20:00
Sandy 

Administrator

Re: Mechanischer Zhler = Stromfresser?

Bei mir im Verkauf habe ich auch noch ein Produkt (25 €) eines namhaften deutschen Herstellers und dies konnte ebenfalls nur in einer Richtung messen.
Lediglich das preiswerte Gerät (s.o.) war in der Lage, auch den umgekehrten Energiefluss zu erfassen.
Das Energiekostenmessgerät EKM 2000 (Hermanns Shop, bei Hille und bei preVent, Preis 15 €) kann übrigens auch den Leistungsfaktor cos phi anzeigen.
Es kommt also auch nicht unbedingt auf den Preis an.
Grüße von
Sandy
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Meine Anlage

03.06.2011 21:44
Sandy 

Administrator

Re: Mechanischer Zhler = Stromfresser?

In den vergangenen Monaten konnte ich wiederholt lesen, dass einige Leute eine bilanzierende Messung bei Einspeisung anstreben und zwar auf einfache Weise, indem sie den Zähler ihres Energieversorgers rückwärts laufen lassen, um z.B. den am Tag eingespeisten Solarstrom in der Nacht wieder abzurufen.
In der Zwischenzeit habe ich einige neue Erkenntnisse erlangt, die wohl für alle Netzeinspeiser mit mechanischem Zähler interessant sein dürften: Ein mechanischer Zähler (Ferrariszähler) misst, falls es bei der Einspeisung zum Rückwärtslauf kommt (Bei fehlender Rücklaufsperre) nur einen gewissen Teil der tatsächlich ins Netz zurückgeschickten Energie.
Ein kleines Experiment mit einem beglaubigten Wechselstromzähler hat es für mich ans Licht gebracht: Über einen Rückwärtstimer ließ ich eine Halogenlampe (500 W) exakt 15 Min. leuchten. Einmal wurde die Messung im Vorwärtslauf und einmal im Rückwärtslauf des Zählers gemacht. Zur Gegenkontrolle wurde ein digitales Messgerät zwischengeklemmt. Ergebnis: Während der digitale Zähler 122 bzw. 123 Wh anzeigte, konnte ich beim mechanischen Zähler 125 Wh im Vorwärtslauf und 120 Wh im Rückwärtslauf feststellen. Somit wurden nur 96 % der tatsächlichen elektrischen Arbeit beim Rückwärtsbetrieb ermittelt.
Weiterhin scheint meine Messung von vor 2 Jahren richtig gewesen zu sein, was den Eigenverbrauch eines Zählers angeht.
http://www.wupperinst.org/uploads/tx_wib...onats_06-07.pdf

Was ich noch genau abklären werde ist, ob der Eigenverbrauch zu Lasten des Endverbrauchers oder des Energieversorgers geht. Es deutet einiges darauf hin, dass wir Endverbraucher die Doofen sind.
Der Grund: Vor einiger Zeit fragte mich ein Windradkumpel, ob ich mir mal seinen selbst eingebauten Wechselstromzähler anschauen könnte, er hätte den Eindruck, der Zähler würde nicht richtig arbeiten.
Bei der folgenden Prüfung stellte sich heraus, dass besagter Kumpel den Zähler zwar unter Strom gesetzt, jedoch an den Ausgang nichts angeklemmt hatte. Trotzdem hatte sich die Zählerscheibe vorwärts bewegt und zwar in einem nicht geringen Ausmaß. Was zunächst verwunderlich erschien, klärte sich bald. Der Bastler hatte nämlich die Sperre, die bei jedem mechanischen Stromzähler für den Stillstand bei der roten Markierung der Zählerscheibe sorgt (Bei Betrieb ohne Last), beiseite gebogen. Nun drehte der Zähler sich fleißig, hat dabei aber nicht die Einspeisung, sondern den Eigenverbrauch erfasst.
Wenn ich also richtig liege, muss bei der Einspeisung ein Einspeisewechselrichter zunächst gegen diesen Eigenverbrauch überwinden, um die Scheibe in Rückwärtsrichtung zu bringen. Doch dies ist nicht alles: Ein Zähler muss, damit er überhaupt mit der Messung beginnt, mit mindestens 8 W belastet werden, unter diesem Betrag läuft er nicht an. Was für den „ Normalverbraucher“ durchaus erfreulich erscheint, ist für jemanden der eine bilanzierende Energieerfassung mit einem mechanischen Zähler anstrebt, ein zusätzliches Hindernis, dass überwunden werden muss.
Fazit: Wer ins Netz einspeist, sollte dies nach Möglichkeit offiziell machen und vom Netzbetreiber einen digitalen Zweirichtungszähler einbauen lassen.

Grüße von
Sandy

03.06.2011 22:13
Hermann 

Administrator

Re: Mechanischer Zhler = Stromfresser?

Super Beitrag Rainer


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Beste Grüße Hermann
eMail : hermann@mahnecke.de
Black300/48V Windmaster500

24.06.2011 21:16
Sandy 

Administrator

Re: Mechanischer Zhler = Stromfresser?

Inzwischen gibt es wieder neue Erkenntnisse, die ich euch nicht vorenthalten möchte..
Zunächst konnte ich meine Befürchtung, Zähler würden möglicherweise ihre Eigenenergieaufnahme mitzählen, entkräften.
In etlichen Versuchen mit 5 verschiedenen Zählern stellte sich heraus, dass die Zähler nach dem Anlauf exakt die Energiemenge zählen, die durch angeschlossene Verbraucher aufgenommen wird.
Allerdings bleibt der Zähler von meinem Windkumpel ein besonderes Teil. Der Bursche bewegt sich nach dem Beseitigen der internen Sperre für den Nullpunkt tatsächlich vorwärts ohne angeschlossene Last. Ob die Messung tatsächlich dem Eigenverbrauch entspricht, habe ich nicht überprüft, vieles deutet aber darauf hin.
Außerdem verfiel die Zählerscheibe bei Lageveränderung in nervöse Zuckungen in Vorwärtsrichtung, was ich bisher auch noch nie gesehen habe.
Für den Rückwärtsbetrieb gelten nach wie vor meine bereits erwähnten Erkenntnisse. Eine gute Grundlast sorgt unter dem Strich für die geringsten Differenzen und solange der Zähler in Vorwärtsrichtung läuft, stimmt auch die Gesamtbilanz.
Eine Idee, wie die Differenzen zustande kommen, hat Harald: Das Schneckengetriebe könnte der Verursacher sein. Diese Erklärung erscheint logisch und ergibt auch einen Sinn, zumal die Anlaufleistung im Rückwärtsgang bei den Testobjekten von Versuch zu Versuch sehr unterschiedlich war.

Was die Mindestlast für den Anlauf der Zählerscheibe angeht, so waren die Unterschiede groß. Zwischen 8 und 15 W bewegte sich diese Last je nach Modell. Mein eigener Drehstromzähler - Zähler läuft bei ca. 11 W an, ein Modell, welches man im Baumarkt regeneriert erwerben kann, brauchte ganze 15 W, war dann aber, genau wie mein eigener Energiemesser, sehr genau bei der Erfassung.
Wer jetzt glaubt, es würde nur alles über der Anlaufleistung gemessen werden, den muss ich enttäuschen. So war es mir gelungen, die Zählerscheibe tatsächlich über Stunden auf Stillstand zu halten, aber sobald sich die Last nur gering erhöhte, lief die Scheibe mit der entsprechenden Geschwindigkeit.
Im Internet konnte ich lesen, dass ein Stromzähler mit den Jahren immer langsamer wird. Ganz ausschließen kann ich diese Aussage nicht, allerdings konnte ich bei einem getesteten Modell aus dem Jahr 1964 nichts negatives feststellen. Er hatte mit einer Anlaufleistung von 8 W das sensibelste Laufwerk und auch im Messergebnis war keine Laufschwäche festzustellen.

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Grüße von
Rainer
(Sandy)
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